Bärbel Rothhaar
 
zurück Mustersiedlung, 2004-2008

Muster zeichnen sich aus durch einen hohen Wiedererkennungswert und die Möglichkeit einer endlosen Erweiterung in alle Richtungen.

Bärbel Rothhaar entwickelte ihre Serie von zehn keramischen Vogelhäusern nach dem Vorbild von Fertighäusern. Ihre Formen sind Ausdruck vermeintlicher Individualität, in Wahrheit unterliegen sie gesellschaftlichen Mustern. Von diesem Gedanken ausgehend, sind die Häuser mit den jeweils passenden Mustern bemalt - die Betrachter sind eingeladen, sich mit Formen und Mustern zu identifizieren.

Eine zweite Ebene stellt die Besiedelung der Vogelhäuser durch verschiedene Vogelarten dar. Sie erfolgt nach anderen - diesmal biologischen - Mustern, beispielsweise abhängig von der Größe der Einfluglöcher.

Die Vogelhäuser wurden im August 2004 im Rahmen des Land-Art-Symposiums “Internationaler Darmstädter Waldkunstpfad 2004 - Expeditionen" auf einer Lichtung im Darmstädter Forst installiert und verblieben für ein Jahr im Wald.

2008 wurde die Serie durch neue Vogelhäuser ergänzt und im Umweltbundesamt Berlin im Rahmen der Ausstellung „Brutstätten - Künstlerische Positionen zur biologischen Vielfalt und menschlichen Einfalt“ erneut gezeigt.

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