Bärbel Rothhaar
 
zurück Gläserne Skizzen - Theaterdock der Kulturfabrik, Berlin, 23. und 24. Juni 1995

Szenische Performance von Bärbel Rothhaar in Zusammenarbeit mit
Kathi Kelsh (Violine), Ottmar Köhler, Christian Wasdaris, Frank Barucha (Percussion)
Antje Rose (Tanz), Cheryl Joscher (Installation), Bärbel Rothhaar und Eva Paul (Malerei)

Der Performanceabend führt durch 5 „Passagen“, u.a.

„Das gläserne Skizzenbuch“ ist ein schwarz ausgekleideter Raum mit gravierten Glasscheiben und tauenden Eisblöcken, aus denen verschiedenen Objekte zum Vorschein kommen. Die beiden transparenten Materialien Glas und Eis repräsentieren einen statischen und einen dynamischen Zustand.

In „Black Out“ berauben sich die Akteurinnen des Sinnes, den sie normalerweise für ihre Arbeit brauchen. Die Malerinnen malen blind mit fluoreszierender Farbe, die durch Schwarzlicht sichtbar wird. Die Geigerin trägt Hörschutz und Handschuhe und die Tänzerin ist durch ein Kostüm voller Klettverschlüsse behindert. Die freiwillige Behinderung und die daraus resultierende Orientierungslosigkeit öffnet das Bewusstsein für neue Erfahrungen.

„Llames“ Bärbel Rothhaar und Eva Paul malen auf zwei Overheadprojektoren und entwickeln einen Dialog mit den drei Percussionisten in einer Technik des „Call and Response“. Aus zunächst einfachen Strukturen entsteht ein komplexes Zusammenspiel aus Klang, Rhythmus, Farbe und Form.

„Himmels Schlüssel“ Vor einer Leinwand, hinter der die Tänzerin als Schattenriss agiert, schwingt ein Feldstein-Pendel. Das Motiv des Pendels als Metapher für die Rhythmik der Zeit und der Vergänglichkeit aufgreifend, schrieb Kathi Kelsh eine Komposition für drei Metronome, Geigen, Chimes und Tonband (zusammengestellt von Gary Whiton).
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