Bärbel Rothhaar
 
zurück Turm des Lernens
Skulpturenprojekt in der Carl-Bolle-Schule
Berlin Moabit 2012

Die Fassade und der Innenhof der Carl-Bolle-Schule wurde um die Jahrhundertwende von dem Bildhauer Otto Leibniz im Stil der Neo-Renaissance gestaltet, wobei seine Skulpturen und Reliefs das Lernen selbst thematisieren. Wappen mit Bienen stehen für den Fleiß, der Globus für Geografie, der Nürnberger Trichter repräsentiert das alte, hierarchische Konzept des Lernens. Weisen die Schnecken darauf hin, dass man auch die langsamen Lerner berücksichtigen sollte?

Prozesse des Lernens aus heutiger Sicht in einem Kunstprojekt zu thematisieren, erschien mir in dieser Schule im Problembezirk Moabit besonders sinnvoll.

In einem längeren Ideenfindungs- und Gestaltungsprozess entstand eine keramische Plastik aus einzelnen Segmenten, die als turmartige Skulptur ein Zentrum für den Mittelhof der Schule bildet. Reflektionen von Lehrern und Schülern über eigene Lernerfahrungen und –wünsche wurden in den noch feuchten Ton der keramischen Formen eingestempelt.

Das Projekt wurde im Rahmen des Quartiersmanagements Moabit West aus Mitteln des Programms Soziale Stadt (EU, Bund und Land Berlin) gefördert. In Zusammenarbeit mit Teichmann LandschaftsArchitekten.
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