Bärbel Rothhaar
 
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Schulgarten Moabit, 2002


2002-2003 entstanden mehrere Installationen an den Außenwänden von Gebäuden, bei denen jeweils ein großes keramisches Ohr einem Bienenvolk als Ein- und Ausflugsloch diente. Das Ohr als Tor zwischen Außenwelt und dem Körperinneren ist hierbei auch von symbolischer Bedeutung. Eine dieser Ohr-Skulpturen baute Bärbel Rothhaar in eine Lehmwand ein, die im Rahmen eines Workshops mit Kindern im Schulgarten Moabit errichtet wurde.

Während sich in der Lehmwand Wildbienen und andere solitär lebende Insekten ansiedeln, fliegt ein Volk von Honigbienen durch das keramische Ohr in einen Bienenkasten, der in die Wand integriert ist. Die Solitär- und die Honigbienen können auf engem Raum miteinander leben, weil sie im Hinblick auf ihre Futterquellen nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Die Ansiedlung von Insekten verbessert das Ökosystem des Gartens, z.B. durch Bestäubung von Obstbäumen und die natürliche Verminderung von Schädlingen.

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